Projekte im Bereich
psychische Gesundheit bei älteren Menschen

 

Liste aktueller Projekte als Orientierung für KAP-Verantwortliche

Nach interner Prüfung und Besprechung mit externen Expertengruppen haben wir eine erste Orientierungsliste von aktuellen Projekten im Bereich psychische Gesundheit bei älteren Menschen erstellt. Sie dient kantonalen Fachstellen als Orientierung bei der Planung des Aktionsprogramms.

► Aktuelle Interventionen für die KAP-Module B, C und D

Die Liste ist eine erste Momentaufnahme vom Herbst 2016 und soll alle zwei Jahre aktualisiert werden.
  


Wir unterstützen zurzeit folgende Projekte im Bereich psychische Gesundheit bei älteren Menschen:
 

Mit einer partizipativen Bedürfnissanalyse mit der älteren Quartierbevölkerung und der Umsetzung von Teilprojekten, welche die Begegnung und den Informationsfluss fördern, wird das autonome Wohnen im Quartier gefördert.

Angebot

  • Vernetzung der Quartierorganisationen im Altersbereich
  • Verbesserte Informationsvermittlung für die ältere Quartierbevölkerung
  • Verbesserte Dienstleistungen für die ältere Quartierbevölkerung
  • Förderung der informellen Nachbarschaftshilfe und Austausch unter der Quartierbevölkerung
  • Neuer Raum für Begegnung und gegenseitige Unterstützung im Alltag wird geschaffen

Verbreitung

  • Stadt Basel
  • 200 Zielpersonen werden pro Jahr durch das Projekt erreicht.

Bewegungsangebot für Menschen mit Demenz mit gleichzeitiger Entlastung der Angehörigen. Die Angehörigen treffen sich in einem separatem Raum und erhalten fachliche Informationen sowie Hilfestellungen, um ihre Selbstmanagementkompetenzen zielgerichtet stärken zu können.

Angebot

  • Qualifizierte Sportleiterinnen aktivieren an Demenz erkrankte Menschen in der Bewegungsgruppe. Die Betroffenen finden nach körperlicher Betätigung zu ihrer inneren Ruhe zurück, schwermütige Erkrankte erfahren positive Erlebnisse.
  • Den Angehörigen wird für einen bestimmten Zeitraum die Möglichkeit gegeben, die Verantwortung abzugeben, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Rat zu suchen. Mit Fachvorträgen und Einbezug von Fachpersonen werden gezielt die Selbstmanagementkompetenzen der Angehörigen gestärkt.
  • Ausbildung von Kursleiterinnen Bewegung und Demenz und inhaltliche Erweiterung der Angehörigentreffen mit Fokus auf die Stärkung von Selbstmanagementkompetenzen in Zusammenarbeit mit Alzheimer Schweiz

Verbreitung und erreichte Personen

  • Aktuell werden mit dem bestehenden Angebot in der Stadt Schaffhausen 33 an Demenz erkrankte Menschen mit ihren Angehörigen erreicht. Bis Ende 2018 wird eine weitere Gruppe in den Gemeinden des Kantons Schaffhausen eröffnet.

Bildquelle: Gesundheitsförderung Schweiz / Peter Tillessen

  

Angebot

  • Wöchentliches Training zu Hause für Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit
  • Gezieltes Training für Funktionalität im Alltag
  • Abgestimmtes Training auf individuelle Wünsche
  • Durchgeführt von ausgebildeten ehrenamtlichen Bewegungscoaches

Im «Generationengarten» können Kinder in Begleitung von älteren Menschen Erfahrungen in der Gartenbewirtschaftung sammeln und ergänzend zum Unterricht Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen erwerben. Bei der älteren Generation wird zusätzlich die soziale Teilhabe gefördert.

Angebot

  • Schulungen zum Thema ausgewogene Ernährung und Gartenbewirtschaftung
  • Enger Einbezug der Kinder in der Gartenbewirtschaftung, der älteren Menschen zusätzlich in die Projektgestaltung
  • Orientierung am Lehrplan 21 und Vernetzung der Schule auf Gemeindeebene
  • Erarbeitung eines Multiplikationskonzepts

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist an 9 Standorten bis Ende 2018 die Erreichung von

  • 580 Kindern in der (Vor-)Schule
  • 30 ältere Menschen
  • 35 Lehrpersonen

AltuM unterstützt ältere Migrantinnen und Migranten sowie ihre Angehörigen mit gezielten, altersrelevanten Informationen und Angeboten. Das Projekt soll die Lebensbedingungen dieser Bevölkerungsgruppe in sozialer wie auch in gesundheitlicher Hinsicht verbessern.

Angebot

  • Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen des Älterwerdens
  • regelmässige Kaffeetreffen
  • regelmässige Freizeitaktivitäten
  • Einzelberatungen
  • Beratung und Begleitung von Institutionen im Altersbereich, die sich mit dem Thema «Umgang mit Vielfalt» befassen

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kantone AG, BL, BS, SG, TG, VD, ZH
  • Die Angebote von HEKS AltuM wurden 2017 schweizweit über 7800 mal genutzt.

Hopp-la setzt sich für eine intergenerative Bewegungs- und Gesundheitsförderung ein, indem attraktive Bewegungs- und Begegnungsräume geschaffen und die gemeinsame körperliche Aktivität sowie der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden.

Verbreitung und erreichte Personen

  • Pilotprojekt: BS
  • Im Aufbau / Gespräche am Laufen: BE, ZG, AR, GR, SG, TG, BL, GL
  • Im Rahmen des Basler Pilotprojekts konnten im Jahr 2017 insgesamt 1011 Kinder und Erwachsene von Hopp-la-Angeboten profitieren. Die intergenerativen Spiel- und Bewegungsinseln werden täglich von Jung und Alt rege genutzt. Die Verbreitung des Projekts in weiteren 6 Gemeinden ist auf gutem Weg.

Das Pilotprojekt soll die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen und Migranten ab 65 Jahren im Bereich der psychischen Gesundheit stärken und sie sowie ihre (pflegenden) Angehörigen mit den bestehenden Entlastungs- und Unterstützungsangeboten vertraut machen.

Angebot

  • Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Schlüsselpersonen aus den Selbstorganisationen)
  • Informationsveranstaltungen mit Folgeangeboten
  • Publikation von Beiträgen zur Thematik der psychischen Gesundheit/Sucht im fortgeschrittenen Alter in den Diaspora-Medien
  • Sensibilisierung und Verbindungsaufbau zu Institutionen/Organisationen/Fachstellen im Bereich psychische Gesundheit/Suchtprävention
  • Selbstevaluation des Projekts sowie Aufarbeitung für die Multiplikation

Verbreitung und erreichte Personen

  • Das Pilotprojekt wird schweizweit durchgeführt.
  • 150–200 Migrantinnen und Migranten ab 65 Jahren sowie deren Angehörige (aus Portugal und albanischsprachigen Regionen) an Veranstaltungen
  • 10'000 Personen der Zielgruppe durch Medieninterventionen
  • 10 Schlüsselpersonen aus Migrantenvereinen und religiösen Einrichtungen
  • 2–4 Institutionen/Fachstellen pro Kanton, die im Bereich der psychischen Gesundheit tätig sind

Selbstorganisierte, lokale Tischgemeinschaften, bei denen sich ältere Menschen privat oder in einem halb öffentlichen Raum regelmässig zum gemeinsamen Kochen und Essen und ungezwungenen Austausch treffen.

Angebot

  • 1–2 Mal monatlich stattfindende, privat organisierte Tischgemeinschaften
  • Überregionales Tavolata-Netzwerk
  • Unterstützung der Tavolata-Tischgemeinschaften durch regionale Partner und das zentrale Projektteam des Migros-Kulturprozents
  • Jährliche Weiterbildungsangebote sowie eine Jahrestagung für aktive Tavolata-Mitglieder und Interessierte

Verbreitung und erreichte Personen

  • 200 Tavolata-Tischgemeinschaften mit über 1000 Personen in allen drei Sprachregionen der Schweiz
  • Indirekter Beitrag zu einer autonomen Lebensweise älterer Menschen durch Vernetzung  und gegenseitige Unterstützung 

Pensionierte Physiotherapeuten werden als Tutoren in der Ausbildung von angehenden Physiotherapeuten eingesetzt. Dies soll sich positiv auf die Lebensqualität bei den Tutoren auswirken und die Altersbilder der Studierenden in eine ressourcenorientierte Richtung verändern.

Angebot

  • Rekrutierung und Schulung von pensionierten Physiotherapeuten als Tutoren
  • Pilotdurchführung der tutorbegleiteten Lerngruppen
  • Wirkungsevaluation des tutorenbegleiteten Selbststudiums

Verbreitung und erreichte Personen

  • Im Bachelor-Studiengang Physiotherapie der BFH nehmen jährlich ca. 52 Studierende an den tutorunterstützen Lerngruppen teil.
  • Für die tutorunterstützten Lerngruppen werden mindestens 30 pensionierte Physiotherapeuten eingesetzt.

Bildquelle: Gesundheitsförderung Schweiz / Peter Tillessen