Projekte im Bereich pyschische Gesundheit
bei Kindern und Jugendlichen



Liste aktueller Projekte als Orientierung für KAP-Verantwortliche

Nach interner Prüfung und Besprechung mit externen Expertengruppen haben wir eine erste Orientierungsliste von aktuellen Projekten im Bereich psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen erstellt. Sie dient kantonalen Fachstellen als Orientierung bei der Planung des Aktionsprogramms.

► Aktuelle Interventionen für die KAP-Module B, C und D

Die Liste ist eine erste Momentaufnahme vom Herbst 2016 und soll alle zwei Jahre aktualisiert werden. 


Wir unterstützen zurzeit folgende Projekte im Bereich pyschische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen:
 

Projet de conseils et soutien aux jeunes entre 13 et 25 ans fragilisés par une rupture familiale. D'ici à 2019, ce projet investira l’univers digital avec un site Internet, deux médias sociaux et des clips vidéo.

Angebot

  • Mise en place de suivis pour les jeunes et répondance par téléphone, internet et sur les réseaux sociaux
  • Rencontres entre jeunes pour structurer leurs témoignages en un processus créatif débouchant sur des clips vidéo, et incitation aux témoignages (anonymisés) sur Internet
  • Production et diffusion de six clips réalisés pour et par les jeunes
  • Sensibilisation des professionnels du domaine social ou éducatif concernés
  • Instauration du témoignage créatif avec les jeunes comme pratique régulière au sein de la Fondation As'trame

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kantone FR, GE, NE, VD, VS
  • 30 jeunes fragilisés par une rupture familiale (maladie, deuil, séparation, fragilité psychique d'un parent) témoignent de manière créative et 1'000 jeunes sont sensibilisés à travers les clips

Die Workshops und das begleitende Unterrichtsmaterial von Bodytalk PEP unterstützten die Jugendlichen in ihrer Körperzufriedenheit und ihrem Selbstwert. Bodytalk PEP ist ein Plädoyer für mehr Respekt – sich selbst und andern gegenüber.

Angebot

  • Vermitteln eines selbstbewussteren Umgangs mit sich, der eigenen Schönheit, dem eigenen Aussehen und Körper
  • Stärkung der Selbstzufriedenheit als wichtige Lebenskompetenz

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kantone: AG, BE, BS, GR, LU, TG, ZH
  • 2340 erreichte Jugendliche in 120 Workshops (2016)

Im «Generationengarten» können Kinder in Begleitung von älteren Menschen Erfahrungen in der Gartenbewirtschaftung sammeln und ergänzend zum Unterricht Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen erwerben. Bei der älteren Generation wird zusätzlich die soziale Teilhabe gefördert.

Angebot

  • Schulungen zum Thema ausgewogene Ernährung und Gartenbewirtschaftung
  • Enger Einbezug der Kinder in der Gartenbewirtschaftung, der älteren Menschen zusätzlich in die Projektgestaltung
  • Orientierung am Lehrplan 21 und Vernetzung der Schule auf Gemeindeebene
  • Erarbeitung eines Multiplikationskonzepts

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist an 9 Standorten bis Ende 2018 die Erreichung von

  • 580 Kindern in der (Vor-)Schule
  • 30 ältere Menschen
  • 35 Lehrpersonen

Projekt zur Förderung der Gesundheit, der sexuellen Gesundheit und insbesondere der psychischen Gesundheit der jungen LGBT+ in der italienischsprachigen Schweiz

Angebot

  • Suche nach Teilnehmern, Ausbildung und Aufbau einer Gruppe von Freiwilligen innerhalb der homosexuellen Gemeinschaft, um Wohlbefinden und Gesundheit über Peer-Education zu fördern
  • Bildung eines Zuhör- und Unterstützungskreises für junge LGBT+ über Zusammenkünfte in der Zonaprotetta oder online
  • Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit durch Präsenz an informellen Treffpunkten oder auf dem Internetportal

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kanton Tessin
  • Schulen, informelle Treffpunkte, Internet/online
  • Ca. 450 Jugendliche

Angebot

  • Internetbasierte Informations- und Anlaufplattform zur Unterstützung von psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern und ihrem Umfeld
  • Aufbau eines Kontaktstellennetzes mit Klärung der Kompetenzen und Zuständigkeiten der jeweiligen Angebote
  • Peer-to-Peer-Onlineberatung (wird in der Konzeption mitfinanziert)
  • Fachberatung für Betroffene und Fachpersonen (wird nicht mitfinanziert)

Interaktives und partizipatives Projekt mit Jugendlichen, Flüchtlingen und Fachleuten. Die Auswirkungen von Krieg, Flucht und Verfolgung auf die zweite Generation von Flüchtlingen in der Schweiz werden untersucht. Es findet eine Sensibilisierung statt und die Ressourcen der Betroffenen werden gestärkt.

Angebot

  • Konstruktion und Programmierung einer interaktiven Videoinstallation mit Porträts von Flüchtlingen
  • Einsatz der Video-Box an Berufsschulen und Gymnasien in Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen
  • Realisierung einer multimedialen Wanderausstellung mit Empfehlungen, aufbauend auf den Beiträgen der Jugendlichen (deutsch/französisch)
  • Eröffnung der Ausstellung im Polit-Forum des Käfigturms in Bern im Oktober 2018
  • Verfügbarkeit der Wanderausstellung nach der Vernissage für weitere Schulungs- und Ausstellungszwecke ab 2019

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kantone ZH, BE, BS, SH
  • Rund 60 Klassen (Berufsschulen, Gymnasien)

Das Projekt schafft eine Übersicht über Anlaufstellen in der Ostschweiz, die Familien in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung bieten. Fachpersonen, Betroffene, Angehörige und Interessierte finden so schnell und einfach Unterstützungsangebote.

Angebot

  • Die Datenbank kann von anderen Organisationen mitgenutzt und mit eigenen Datenstämmen ergänzt werden
  • Einbindung des Online-Tools (mit Suchfunktion) auf verschiedenen Webseiten möglich       
  • Analyse und Kommunikation der Angebotslücken im Hilfs- und Unterstützungssystem       
  • Information und Schulung von interessierten Fachpersonen zum Übersichts-Tool

Durch interkulturell Dolmetschende begleitete Geburtsvorbereitungskurse für Migrantinnen aus sozial benachteiligten Verhältnissen mit geringen Sprachkenntnissen

Angebot

  • Körperarbeit für die Stärkung von körperlichem und psychischem Wohlbefinden
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz
  • Austausch zur Ernährung in der Schwangerschaft
  • Enge Zusammenarbeit zwischen Sozialdiensten, geschulten interkulturell Dolmetschenden und Kursleitenden
  • Leitfaden Mamamundo: Geburtsvorbereitungskurse für Migrantinnen

Verbreitung und erreichte Personen

  • Kanton Bern, analoge Kurse in weiteren Kantonen im Aufbau
  • 129 schwangere Migrantinnen pro Jahr (Stadt Bern)

Männer-Tische sind niederschwellige Informations- und Bildungsangebote im privaten oder halböffentlichen Rahmen. Die Gesprächsrunden finden zu den Themen Familie, Gesundheit und Integration in der Muttersprache oder auf Deutsch statt.

Angebot

  • Durchführung themenspezifischer Gesprächsrunden durch lokal vernetzte Moderatoren
  • Begleitung, Aus- und Weiterbildung sowie Supervision der Moderatorenteams durch regionale Standorte
  • Festlegung der Qualitätskriterien, Leitung nationaler Projekte und Entwicklung männerspezifischer Grundlagen und Moderationsmaterialien durch die nationale Koordinationsstelle
  • Koordination, Vernetzung und Erfahrungsaustausch auf nationaler Ebene durch die Geschäftsstelle Schweiz Femmes-Tische / Männer-Tische

Verbreitung und erreichte Personen

  • Angebot in Aufbauphase, bisher über ein Dutzend interessierte Standorte, sechs davon mit ersten Moderatorengruppen und Gesprächsrunden
  • Geplant sind 12 Standorte mit regelmässigen Gesprächsrunden bis Ende 2019

MindMatters ist ein erprobtes, wissenschaftlich fundiertes Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit an Schulen. Das aktuelle Teilprojekt umfasst die Adaptation und Multiplikation der Module für die Primarschule «Gemeinsam(es) Lernen mit Gefühl» sowie «Fit für Ausbildung und Beruf!».

Angebot

  • Adaptation der beiden Module (Schweizer Schulkontext und Lehrplan 21)
  • Anwendertest in der Deutschschweiz
  • Multiplikation: Einführungsseminare, Fachcoachings, Schulbegleitungen ab Herbst 2018

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist bis 2021 die Erreichung von

  • 18'000 Kindern und Jugendlichen.
  • 900 Lehrpersonen und rund 100 weiteren Multiplikatoren im schulischen Umfeld.

PFADE (Programm zur Förderung alternativer Denkstrategien) ist ein international evaluiertes und als effektiv eingestuftes Training der sozialen, kognitiven und kommunikativen Kompetenzen und ein Modellprogramm für das Setting Schule.

Angebot

  • Aufbau von Partnerschaften in drei Regionen
  • Schaffung von Synergien in der Umsetzung
  • Aktuelle Entwicklungen: Bezugnahme zum Lehrplan 21
  • Gewinnung und Unterstützung von Pilotschulen in den drei Regionen 

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist bis Mitte 2019 die Erreichung von

  • 5'300 Schülerinnen und Schülern
  • 5'280 Eltern
  • 750 Lehrpersonen und andere Pädagogen

Das Street-Dance-Netzwerk für Mädchen und junge Frauen von 8 bis 20 Jahren ist ein Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebot im Freizeitbereich.

Angebot

  • Die Trainings beinhalten einen tänzerischen und einen gemütlichen Teil.
  • Der Fokus liegt auf der Niederschwelligkeit.
  • Die lokalen Trainings werden von freiwilligen Gruppenleiterinnen durchgeführt.
  • Einbettung der Leiterinnen im Roundabout-Netzwerk mit jährlichen, kostenlosen Schulungsangeboten.
  • Verschiedene regionale Events und Auftritte sowie ein nationaler Event jährlich.

Verbreitung und erreichte Personen

  • In 6 Gemeinden und in bisher 3 von 6 Kantonen der Zentralschweiz (LU, NW, UR)
  • 38 erreichte Mädchen und 43 junge Frauen in 9 Tanzgruppen (2017)

START NOW steht für Slow down, Take a distance, Accept, Respect and Take action und ist ein Skillstraining zur Verbesserung der Emotionsregulation. Es wird in Schulen und Jugendheimen von den geschulten Bezugspersonen vor Ort durchgeführt. Das Programm entlastet sowohl die Jugendlichen als auch die Betreuenden, weil es Resilienz und Selbstwirksamkeit auf beiden Seiten stärkt.

Angebot

  • 2-tägige Schulung der Lehrpersonen/Sozialpädagogen durch die Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik Basel (KJPK)
  • Supervisionssitzungen für die geschulten Lehrpersonen/Sozialpädagogen durch die KJPK
  • Vernetzung der teilnehmenden Institutionen für den Erfahrungsaustausch
  • Manual und Materialien zur Durchführung der Trainings, Workbook für Jugendliche
  • Gruppendiskussionen mit Jugendlichen zur Optimierung von START NOW

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist bis Herbst 2019 die Erreichung von

  • 100 Jugendlichen
  • 15 Lehrpersonen
  • 45 Sozialpädagogen/-innen

Die Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG) setzt für die Jahre 2015 bis 2020 einen strategischen Akzent auf das Thema «Schule und Gesundheit». In einem Teilprojekt werden die Lehrpersonen befähigt, die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Angebot

  • Training und Weiterbildung für Lehrpersonen zum Thema «Stark im Stress» für Schülerinnen und Schüler
  • Materialien für die 5. bis 10. Klasse, Neuentwicklung der Materialien für die 1. bis 4. Klasse
  • Umfassende Präventions- und Interventionsmassnahmen für Lehrpersonen

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist die Erreichung von

  • jährlich 200 Kindern und Jugendlichen

Purzelbaum Kindergarten wird um ein Zusatzmodul zur psychischen Gesundheit erweitert. Das Ziel ist, die Förderung vielseitiger Bewegung und ausgewogener Ernährung aus Sicht der psychischen Gesundheit zu beleuchten und die Kinder gezielt zu stärken.

Angebot

  • Erarbeitung fachlicher Grundlagen
  • Projektierung in Zusammenarbeit mit Expertengruppe und Anbieter
  • Umsetzung des Pilotprojekts
  • Evaluation und Fertigstellen des Umsetzungskonzepts
  • Coaching interessierter Kantone und Gemeinden

Verbreitung und erreichte Personen

Geplant ist in der Pilotphase die Erreichung von

  • 500 Kindern im Kindergarten und
  • 250 Eltern sowie 25 Kindergartenlehrpersonen

über Purzelbaum-Kindergärten und weitere interessierte Kindergärten, die ihr Angebot um das Modul Psychische Gesundheit erweitern. Ab 2019 wird das Zusatzmodul in weitere Kindergärten multipliziert.

Bildquelle: Esther Michel | www.esthermichel.com 

   

Gesprächswerkstatt und Netzwerkkarte als Unterstützungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene vom Berufsbildungszentrum (BBZ) Olten mit einer Pflege- und Unterstützungsrolle zu Hause

Angebot

  • Umsetzung einer Gesprächswerkstatt, die Young Carers die Möglichkeit bietet, sich in einer Gruppe von Peers auszutauschen und ihre Lebenskompetenzen zu fördern.
  • Entwicklung eines Netzwerktool-Prototyps, der eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Grundlage bildet.

Verbreitung und erreichte Personen

  • Berufsbildungszentrum (BBZ) Olten im Kanton Solothurn
  • 20 von den 250 geschätzten Young Carers nehmen an der Gesprächswerkstatt teil.