Gesundheit

Begriff

Der Gesundheitsbegriff ist gesellschaftlich und kulturell geprägt und unterliegt damit einem historischen Wandel. Bis heute ist Gesundheit nicht eindeutig definiert. Eine weithin bekannte Definition ist diejenige der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie definiert Gesundheit als «Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen» (WHO, 1986). Damit wird die Gesundheit sowohl positiv als auch mehrdimensional bestimmt.

Das Salutogenese-Modell (Antonovsky, 1979) versteht Gesundheit nicht als Zustand, sondern als ein dynamischer Prozess, der immer wieder erlangt, wiederhergestellt oder erhalten werden muss. Gesundheit (und Krankheit) geht aus dem dynamischen Verhältnis von inneren (körperlichen und psychischen) und äusseren (sozialen und materiellen) Ressourcen und Belastungen hervor. Gesundheit entsteht, wenn sich Ressourcen und Belastungen in einem bestimmten Bereich im Gleichgewicht befinden oder die Ressourcen stärker ausgeprägt sind als die Belastungen (Weber et al., 2016). Der salutogenetische Ansatz konzipiert ein Krankheits-Gesundheits-Kontinuum und betont damit die vielen möglichen Variationen zwischen Gesundheit und Krankheit. (Faltermaier, 2023).

Gesundheit lässt sich nicht zuletzt auch funktional beschreiben. So definieren soziologische Ansätze Gesundheit als optimale Leistungsfähigkeit für die Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben und Rollen (Faltermaier, 2017).

Literaturhinweise