Healthy Economy
in der Praxis

In meiner Eigenschaft als Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz habe ich mit Gesundheit und Ökonomie zu tun. Täglich kann ich beobachten, wie die ökonomischen Verhältnisse die Gesundheit der Menschen beeinflussen. Wirtschaftliche Krisen ziehen unmittelbar gesundheitliche Folgen nach sich. Aber auch Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs haben nicht nur positive Folgen für die Gesundheit der Menschen.

Gesundheit und Wirtschaft stehen also in einem besonderen Spannungsverhältnis zueinander.

Aus salutogenetischer Sicht muss das oberste Ziel des Wirtschaftens die Erhaltung der Lebengrundlagen und die Steigerung der Lebensqualität sein. Wirtschaftliche Entwicklung ist nicht mit quantitativem Wachstum gleichzusetzen. Vielmehr hängt nachhaltiges Wachstum von qualitativen Entwicklungsschritten ab wie Ressourceneffizienz, Bildungsniveau, Gestaltungsmöglichkeiten und Gesundheit.

Von Umdenken sprechen viele – wer aber handelt?

Im Folgenden wollen wir Unternehmen vorstellen, die alle auf ihre eigene Weise zu einer gesünderen Wirtschaftswelt beitragen. Die Auswahl ist subjektiv und folgt nicht einem festen Kriterienkatalog. Vielmehr will ich zeigen, wie unterschiedlich die Ansätze für nachhaltiges Wirtschaften sein können.

Die Porträts stehen unter jenem Motto, das der Baumeister des Berner Münsters einst in den Sandstein meisseln liess: „Mach’s nah“.

Vorbilder gesucht – Nachahmung empfohlen!

Thomas Mattig, im November 2018