Wie man eine Bank an die Wand fährt

Halt die Klappe! gehört zum täglichen Umgang.“
„Es ist wie in der Fremdenlegion. Jeder bringt seine Waffen und seine Ausrüstung mit. Für welchen Arbeitgeber man arbeitet, ist egal“.
„Unzufriedene Mitarbeiter lechzen nach Rache“.
„Die Angestellten sind zu Geldpumpen verkommen“.
„Manche Kollegen waren so erschöpft, dass sie im Büro umfielen“.
„Sind Mitarbeiter länger krankgeschrieben, wartet man die gesetzliche Frist ab, um sie danach sofort zu feuern“.

Diese Zitate sind weder einem Roman noch einem Filmdrehbuch entnommen, sondern einer Studie, die drei Westschweizer ProfessorInnen und ein Bankrisikomanager verfasst haben.
Darin äussern sich 35 Bankmanager zu ihrem Befinden am Arbeitsplatz. Anonym und frisch von der Leber weg.
Die Studie, die auf Englisch erschienen ist, trägt den Titel: „How Human Risk Could Lead to Valuedestruction in Services. An Exploratory Study About Occupational Stress in the Swiss Wealth Management Sector“.
Deutsch und deutlich: Wie man eine Bank an die Wand fährt.
Oder, um noch einmal einen Manager zu zitieren:
„Unsere Bank ist wie ein Dampfer. Regelmässig erhöhen wir den Druck im Kessel und wissen nicht, wann das Ganze explodiert“.

Siehe dazu auch den Beitrag im Tagesanzeiger

 

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