Vorsorge à la Trump

Die USA haben ein Drogenproblem. Zu grosszügig wurden in den vergangenen Jahren opiathaltige Schmerzmittel verschrieben und verkauft. Ein gutes Geschäft für Pharmafirmen und Ärzte, aber schlecht für die Gesundheit im Land. Millionen von Menschen sind opiatabhängig geworden, viele von ihnen konsumieren heute Heroin und andere illegale Substanzen.

Die Administration Trump hat den Notstand ausgerufen. Als Sofortmassnahme schlägt der Gesundheitsminister (ein ehemaliger Arzt) vor, das Medikament Naloxon von der Rezeptpflicht zu befreien. Es hilft bei Überdosen.

Nicht komplett falsch, dieser aus Alarmismus und Aktivismus geborene Vorschlag. Aber trägt er in irgendeiner Weise zur Lösung des Drogenproblems bei? Es ist, als würde man in einem von Hochwasser bedrohten Gebiet Schwimmwesten an die Bevölkerung verteilen.

Prävention geht anders. Bäume pflanzen, Flussläufe korrigieren – diese Arbeiten kosten Geld und Schweiss, und es braucht Geduld, bis sich Resultate zeigen. Schlagzeilen macht man damit nicht.

One thought on “Vorsorge à la Trump

  1. Lieber Thomas

    Ja, da besteht ein riesiges Problem.

    M.E. ist jedoch die Schlussfolgerung man solle mit Prävention das Problem beheben, nur Teil der Lösung. Es handelt sich um die Wählerschaft von Trump, die eben abgehängt und ohne Job und Perspektive auf eine Besserung ihr Dasein nur noch erträgt mit Schmerzmitteln und Drogen. Deswegen der Ausdruck „angry white men“, typischerweise aus den ökonomisch abgehängten ländlichen Bundesstaaten.

    Beste Grüsse
    Ruedi

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