Prävention mit Pfeil und Bogen

Meine Story des Jahres 2018 ist die Geschichte von John Allen Chau. So hiess der amerikanische Missionar, der die Sentinelesen auf einer Andamanen-Insel bekehren und ihnen Jesus näherbringen wollte.

Die Sentinelesen leben möglicherweise bereits seit 30’000 Jahren weitgehend isoliert von der Aussenwelt. Sie wollen keinen Kontakt mit der Zivilisation, denn sie haben ihre einschlägigen Erfahrungen gemacht. So wurden ihre Vorfahren auch schon in Sklavenbooten abtransportiert, was offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Der Anspruch der Inselbewohner wird von den indischen Präfekten respektiert. Selbst das Fotografieren der Inselbewohner steht unter Strafe. Umgekehrt haben die indischen Behörden auf eine Strafverfolgung verzichtet, nachdem die Ureinwohner den US-Missionar mit Pfeil und Bogen getötet hatten. Und dies mit gutem Grund:

Jeder Kontakt mit der Aussenwelt ist für die Sentinelesen lebensgefährlich: Wegen ihrer Isolation entwickeln sie keine Abwehrkräfte gegen Krankheiten. Somit könnte bereits eine gewöhnliche Erkältung das gesamte Volk auslöschen.

Tatsächlich haben die Sentinelesen die Vernunft auf ihrer Seite.

Ein Artikel dazu ist zu finden unter:
https://www.nzz.ch/panorama/die-sentinelesen-leben-voellig-isoliert-ld.1439168

 

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