Museumstherapie

Die neue Kultur-Revolution kommt aus Kanada: Seit dem 1. November dieses Jahres können Museumsbesuche ärztlich verschrieben werden. Lanciert wird diese Initiative vom Musée des beaux-arts de Montréal (MBAM) und der Vereinigung Médecins francophones du Canada (MFDC).

Der Verdacht, dass da «künstlich» etwas gegen rückläufige Besucherzahlen unternommen wird, erhärtet sich nicht. Hinter der Idee steht ein anderes Motiv: die Bekämpfung von Diabetes, chronischen Erkrankungen und Depressionen.

«Immer mehr Studien zeigen auf, dass der Kontakt mit Kunst Wirkung auf den physischen und psychischen Zustand der Bevölkerung hat», sagt Dr. Hélène Boyer, Vizepräsidentin der MFDC. Kanadische Spezialisten vergleichen den heilenden Nutzen eines Museumsbesuches etwa mit der einer körperlichen Aktivität.

Dieser Pilotversuch soll belegen, was Kunstliebhaber schon lange wissen: Wer richtig eintaucht in ein Kunstwerk, der vergisst seine Sorgen. Ob das auch für Banausen gilt, bleibe einmal dahingestellt.


Ein Artikel zu diesem Thema wurde auf der Website von «Le Monde» veröffentlicht:
«Au Canada, des médecins pourront prescrire des visites au musée»

 

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