Kein alter Zopf

Das Mitarbeitergespräch abschaffen?

In schöner Regelmässigkeit wird dieses Thema von den Medien aufgegriffen. Das klassische Mitarbeitergespräch mit seinen Zielvorgaben und Leistungsbewertungen steht immer wieder in der Kritik. Es sei bürokratisch, ineffizient und in vielen Fällen gar demotivierend. Soll also das jährliche Mitarbeitergespräch gestrichen werden?

Bevor man einen vermeintlich alten Zopf abschneidet, sollte man vielleicht erst einmal über den Begriff des Gesprächs nachdenken. Beurteilungen abgeben und allenfalls über eine Lohnerhöhung oder eine Bonuszahlung entscheiden, das kann in der Tat nicht Gespräch genannt werden. Aber gerade darum sollte nicht das Mitarbeitergespräch zur Diskussion stehen, sondern vielmehr der formale Rahmen, in dem Vorgesetzte und Mitarbeitende miteinander kommunizieren.

Wenn die jährliche Auswertung eines Fragebogens die einzige Kommunikationsform zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden ist, stimmt in der Tat etwas nicht. Dann besteht aber die Lösung nicht darin, das Mitarbeitergespräch abzuschaffen, sondern im Gegenteil: Es braucht mehr Gespräche und vor allem freiere Gespräche. Der Wert eines informellen Gedankenaustauschs in der Cafeteria oder bei einem Betriebsausflug kann wohl kaum hoch genug eingeschätzt werden.

Gelegenheit, den freien Gedankenaustausch zu pflegen, bietet die Nationale Tagung für betriebliches Gesundheitsmanagement. Das diesjährige Thema lautet «BGM: Was bringt’s? – Mit den richtigen Aktivitäten zum gewünschten Erfolg».

Neben den spannenden Keynotes und Workshops wird das neue Format «Ask-the-Experts» angeboten: 10 Expertinnen und Experten stehen Red und Antwort zu Fragen rund um wirkungsvolle Interventionen.

Nationale Tagung für betriebliches Gesundheitsmanagement 2018
22. August 2018, Universität Zürich Zentrum
www.bgm-tagung.ch

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