Kaffee und Kosmos

Astrophysik ist schwer zu begreifen. Vor den kosmischen Dimensionen kapituliert unser Alltagsverstand. Wie soll man zum Beispiel verstehen, dass wir das Licht von Sternen sehen können, die schon längst erloschen sind? Aber noch verrückter ist die dunkle Materie. Noch nie hat sie jemand gesehen, und niemand weiss, woraus sie besteht. Trotzdem ist man sicher, dass sie existieren muss. Gäbe es sie nicht, würden die Galaxien auseinanderfallen. Denn die sichtbare Masse der Galaxien ist zu klein, um die Sterne per Schwerkraft an sich zu binden.

Schwer vorstellbar für den Laien, und man fragt sich, wie die Astrophysiker auf solche Theorien kommen. Vielleicht aber geht das einfacher, als man denkt. Man braucht sich nur ein bisschen in der Bürolandschaft umzuschauen. Da kann es zum Beispiel geschehen, dass in einem Grossraumbüro eine neue Kaffeemaschine angeschafft wird. Die Bewegung, die ein solcher Akt auslöst, lässt darauf schliessen, dass die Kaffeemaschine das geheime Gravitationszentrum ist, um das sich die ganze Bürowelt dreht. Und im Gegensatz zum Weltall weiss man hier, aus was die dunkle Materie besteht. Wer weiss: Vielleicht rotieren auch die Galaxien letztlich um nichts anderes als eine kleine, schwarze Kaffeebohne.

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