Ein Aff ist ein Aff ist ein Aff …

Zhong Zhong und Hua Hua heissen die beiden ersten geklonten Affen. Interessanterweise hat man nirgendwo lesen können, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt. Das ist ja auch nicht wichtig, denn beim Klonen umgeht man die komplizierte sexuelle Fortpflanzung. Eines Tages wird man das Verfahren so vereinfacht haben, dass auch der Mensch sich all die Dramen ersparen kann, die das Liebesleben mit sich bringt. Der biologische 3-D-Drucker ersetzt das Ehebett.

Ob das wirklich ein Fortschritt ist, darf bezweifelt werden. Kopieren ist eigentlich eine ganz und gar konservative Angelegenheit. Man fährt einfach fort mit dem, was man schon kennt. Hua Hua, Zhong Zhong, Aff Aff, Mensch Mensch. Nur nichts dem Zufall überlassen.

Die Evolution allerdings ist bis jetzt anders verfahren. Dank den unberechenbaren Reproduktionsmethoden ist das genetische Erbe nie eins zu eins weitergegeben worden. Kleinere und grössere Abweichungen von der «Vorlage» haben überhaupt erst Entwicklung und Fortschritt ermöglicht.

Hätten die Einzeller einst das Klonen praktiziert, würden wir wahrscheinlich immer noch blind, taub und ohne Bewusstsein in der Ursuppe herumschwimmen.

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