Cheers to Jazz!

«Man betrachte die Leute, die einem unterstellt sind, mit ihren spezifischen Fähigkeiten für ihren Job. Diese Leute können einem fantastische Ratschläge geben! Aber das kommt alles nicht zum Tragen in einer zu stark geleiteten Organisation. Eine Firma muss nicht pyramidal, nicht starr funktionieren; man muss sie flexibel organisieren.»

Nein, es ist nicht ein Startup-Jungspund, der das sagt, sondern der erfahrene Unternehmer Franco Ambrosetti. Jahrzehntelang leitete er die Ambrosetti Industrial Group mit 600 Beschäftigten, war Präsident der Tessiner Handels- und Industriekammer – und ist einer der weltweit bekanntesten Schweizer Jazzmusiker. Gerade hat der Jazztrompeter die CD «Cheers» (Enja) eingespielt, zusammen mit Koryphäen wie John Scofield und Jack de Johnette – beides Musiker, die einst mit der Jazzlegende Miles Davis unterwegs waren.

Kunst und Business werden oft als unvereinbare Gegensätze gesehen. Der 77-jährige Ambrosetti trägt beide Seelen in seiner Brust und macht daraus wunderbare Musik.

«Jazz gibt einem die Freiheit, die keine andere Musik hat – eine Freiheit, die sehr demokratisch ist.»

Cheers! Ein Trompetenton aufs neue Jahr, auf Kunst, Business, wahre Freiheit und gelebte Demokratie.

(Vgl. «Wer erstarrt, ist schnell weg vom Fenster», Tages-Anzeiger vom 18. Dezember 2017)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.