Bunker oder Ponyhof?

Es gibt Büros, die sehen so aus:
«Umzugskartons und ungewaschenes Geschirr stapeln sich neben einer abgewetzten Polstergruppe. Die Kaffeemaschine unter der Yucca-Palme ist von einer breiten Auswahl alkoholischer Getränke gesäumt.» (1)

Andere so:
«Jede Etage bekommt ein Thema. Mal ist es Verkehr, dann sind Büros und Besprechungsräume beispielsweise in einer U-Bahn. Mal sind es andere Motive wie Strand oder Sport. Ein Raum ist gestaltet wie ein Hallenbad – inklusive Pool mit Schaumstoffwürfeln als Wasser-Ersatz.» (2)

Zwei Bürolandschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Unternehmen aber entstammen derselben Start-up-Kultur, und beide setzen sie Milliarden um: Uber und Google.

Was für eine Botschaft vermitteln ihre Büros?

Das Uber-Büro sagt ungefähr Folgendes:
Dieser Platz ist zum Arbeiten da. Mach deinen Job, schau, dass alles funktioniert, tue nichts Überflüssiges. Wie es dir geht, was du wünschst und was dich stört: das interessiert hier niemanden. Alles ist ok, solange das Business läuft.

Und was sagt das Google-Büro?
Willkommen in der Family! Hier ist dein Traumjob. Arbeit, Freizeit, Leistung, Spiel: alles ist eins. Die Welt liegt dir zu Füssen. Gib uns alles, was du hast – dann bekommst du alles, was du brauchst. (2)

Hier der Arbeitsbunker, da der Ponyhof: Beides sind Arbeitswelten, in denen der Mensch nicht ernstgenommen wird. Zwischen diesen Extremen aber liegt die ganze Vielfalt der Arbeitsplatzgestaltung. Betriebliches Gesundheitsmanagement befasst sich damit, Arbeitswelten so zu gestalten, dass Menschen in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit ihre besten Fähigkeiten entwickeln können.

www.gesundheitsfoerderung.ch/offices-change-health

 

Zitat 1 aus:
«Uber hat mehr als 1000 Fahrer in Zürich», Tages-Anzeiger, 16.05.2016

Zitat 2 aus:
«Googles kunterbunte Büros in Hamburg», t3n News, 07.12.2011

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.