Bargeldlos schmerzfrei

Das Thema hatten wir schon einmal: Bargeldloser Verkehr ist hygienisch und effizient. Aber eben auch tückisch: Vielleicht schleicht sich gerade jetzt ein Trojaner an mein Konto – schnell und geräuschlos knackt er den Code und macht mich in Sekundenbruchteilen bettelarm. Wird es noch Leute geben, die mir eine Münze in den Hut werfen?

Aber auch ohne ein solches Unglück kann einen die Kreditkarte arm machen. Gehirnforscher haben herausgefunden, dass Barbezahler sorgsamer mit ihrem Geld umgehen als Kartenbesitzer.

Beim Geldausgeben wird jene Gehirnregion aktiviert, in der Schmerz und Unwohlsein sitzen. Ein klein wenig tut es weh, wenn man Geld aus dem Portemonnaie klaubt.

Beim Bezahlen mit Karte oder App hingegen bleibt diese Region stumm. Weh tut es vielleicht erst später, wenn der Kontoauszug kommt. Dafür dann aber richtig.

One thought on “Bargeldlos schmerzfrei

  1. Lieber Herr Mattig
    ..nun hab ich doch schon fast geglaubt, ein aussterbendes Unikum zu sein. Weil ich zwar eine Karte habe, doch mich noch eisern an meinem Portemonnaie festhalte, meine täglichen Einkäufe mit Bargeld bezahle und mir sogar erlaube Münzen zu zählen. Auch wenn hinter mir jemand fast vergyblet – ich beim Einpacken ihm dann zuschauen kann, wie er mindestens so lange hat bis er Kontakt hat und seinen Code ynetöggelet het .. ausser – er hält nur noch das Handy bereit und schon ist mit noch weniger Aufwand der Kauf bestätigt.
    Ich weiss sehr gern, dass mein Geld, ausser in Zahlen auch noch ,greifbar‘ – ,sichtbar‘ ist.
    Als wir den Ratgeber WIE? SO! von dialog-gesundheit Schweiz als Innovatives Projekt GF-CH entwickelt und geschrieben haben, war das Geld und damit haushalten zu können, ein Schwerpunkt-Thema. Heute arbeite ich erneut mit Menschen, wo Bilder zum Sprache üben gehören, zum Wörter begreifen, sich im Alltag in allen Bereichen behaupten zu können – eben auch beim Einkaufen sicher mit dem auszukommen, was im Geldbeutel liegt.
    Dass dabei gleich noch jene Gehirnregion angeregt wird, die mich auf mich selber aufmerksam macht, Sorge zu mir zu tragen, ist doch mal besonders.
    Herzliche Grüsse
    Susanna Haller

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