Was ist Gesundheitsförderung?

Prävention und Gesundheitsförderung erhalten und stärken die Gesundheit von Menschen. Sie verbessern ihre Lebensqualität und verringern sowohl Krankheitslast als auch Krankheitskosten.

Gesundheitsförderung stärkt gesundheitliche Ressourcen und Potenziale

  • Prävention umfasst Massnahmen zur Verhütung von ansteckenden oder nicht ansteckenden Krankheiten.
  • Gesundheitsförderung setzt sich zum Ziel, gesundheitliche Ressourcen und Potenziale von Menschen zu stärken.

Beide Ansätze ergänzen sich gegenseitig mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Zahlreiche Massnahmen der Gesundheitsförderung regen den Einzelnen zu gesundem Verhalten an. Bekannte Mittel sind etwa Events, Plakate, Broschüren oder TV-Spots mit Tippps.

Beispiele von Gesundheitsförderung 

Kein Mensch kann gänzlich über seine eigene Gesundheit bestimmen. Das Umfeld und die Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Gesundheitsförderung findet also auch in der Familie und in der Freizeit, in Schulen und am Arbeitsplatz sowie in Gemeinden und Kantonen statt.

Folgende Beispiele zeigen, dass Gesundheitsförderung in unserem Alltag stattfindet: 

  • Eltern, die auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ihrer Kinder achten, betreiben Gesundheitsförderung.
  • Eine gesundheitsfördernde Schule verfügt über attraktive Pausenplätze mit Bewegungsmöglichkeiten. Sie bietet Bewegungs-Events und ein gesundes Ernährungsangebot an.
  • Eine gesundheitsfördernde Gemeinde investiert in sichere Velowege und fördert so die tägliche Bewegung von Kindern auf dem Weg in den Kindergarten und in die Schule.
  • Eine Chefin eines Unternehmens setzt Gesundheitsförderung in ihrem Betrieb um. Sie achtet auf die Stressbelastungen ihrer Mitarbeitenden, bringt ihnen Wertschätzung für ihre Arbeit entgegen und bezieht sie in Entscheidungen mit ein. Angestellte, die Sinn und Wertschätzung erfahren, bleiben eher gesund und gehen lieber zur Arbeit.
  • Ein Arbeitgeber führt flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit ein. Damit stärkt er die Ressourcen der Mitarbeitenden: Angestellte mit entsprechenden Möglichkeiten können ihr Familien- und Berufsleben besser vereinbaren. Sie sind weniger gestresst und fallen weniger oft aus. Sie sind konzentrierter und letztlich auch produktiver.
  • Ein Kanton, der Strukturen für ältere Menschen aufbaut, betreibt Gesundheitsförderung. Ältere Menschen bleiben trotz altersbedingter Erkrankungen motiviert und mental gesund, wenn sie ihren Alltag selbstbestimmt bewältigen und soziale Kontakte pflegen können.