Ältere Menschen

Regelmässige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind für ältere Erwachsene besonders wichtig. Sie tragen wesentlich zu einer guten Lebensqualität bei und unterstützen Seniorinnen und Senioren, ihre Unabhängigkeit möglichst lange zu erhalten.

Empfehlungen für eine gesunde Ernährung

Für gesunde ältere Seniorinnen und Senioren gelten grundsätzlich die Empfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyra­mide für Erwachsene. Folgende Aspekte sind im Alter jedoch besonders zu berücksichtigen:

  • Eiweiss: Zum Erhalt der Muskel- und Knochenmasse sowie ver­schiedener Körperfunktionen (z.B. Immunabwehr) ist vor allem auf eine ausreichende Zufuhr an Eiweiss zu achten. Am einfachsten lässt sich der Bedarf durch den täglichen Verzehr von eiweissreichen Lebensmit­teln wie Milch, Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Geflügel, Eier, Tofu, Quorn oder Seitan decken. Es ist allgemein sinnvoll, magere Produkte vorzuziehen und fettarme Zubereitungsarten zu wählen.
  • Vitamin D und Calcium: Im Alter treten häufiger Stürze mit Knochenbrüchen auf und es wird oft die Diagnose Osteoporose ge­stellt. Die Ursachen dazu sind vielfältig (siehe auch Merkblatt Osteoporose). Die Knochendichte nimmt bereits nach Erreichen ihres Maximums im Alter von ca. 30 Jahren stetig ab. Eine starke Abnahme erfolgt besonders bei Frauen in den Wechseljahren. Ungenügende Vitamin-D- und Calcium-Zufuhr, aber auch Bewegungsmangel, Medikamente sowie die genetische Veranlagung kön­nen den Abbauprozess beschleunigen. Der Abbau der Knochenmasse lässt sich verlangsamen, indem auf eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr geachtet wird.

Quelle: Merkblatt «Ernährung für ältere Erwachsene», Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE, November 2011

 

Empfehlungen für gesundheitsförderunde Bewegung

Regelmässige Bewegung ist für ältere Erwachsene besonders wichtig. Sie trägt zur Steigerung der Lebensqualität bei und unterstützt Seniorinnen und Senioren, ihre Unabhängigkeit möglichst lange zu erhalten (siehe Dosis-Wirkungskurve). Im Alter können allerdings die Unterschiede zwischen Einzelpersonen sehr gross sein. Sogenannt robuste Ältere können im Wesentlichen die Empfehlungen für Erwachsene befolgen. Gebrechliche oder gar abhängige ältere Menschen haben oft mehrere Krankheiten, funktionelle Einschränkungen und eine verminderte Vitalität. Bei ihnen müssen die Empfehlungen angepasst werden.

Quelle: hepa.ch, 2013